Nach Sieg Argentiniens bei der Fußball-WM: Polizei löst Menschenmenge in Paris auf
Archivmeldung vom 19.12.2022
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.12.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.
Freigeschaltet durch Sanjo BabićDie Polizei hat gestern Abend, nach der Niederlage Frankreichs gegen Argentinien im Finale der Fußball-WM, in weniger als einer Stunde die Avenue des Champs Élysées geräumt. Zuvor soll es vereinzelt zu Zusammenstößen mit Fans gekommen sein. Landesweit waren rund 14.000 Polizisten im Einsatz. Dies berichtet das Magazin "RT DE".
Weiter berichtet RT DE: "Nach der Niederlage der französischen Nationalmannschaft gegen Argentinien im Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in Katar kam es am Sonntagabend in Paris zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Fans. In einem nervenraubenden Finale mitsamt Verlängerung (3:3) und Elfmeterschießen (4:2) setzte sich Argentinien gegen Frankreich durch. Das südamerikanische Land ist damit zum dritten Mal Fußball-Weltmeister.
In Paris kamen danach Einsatzkräfte in Schutzausrüstung zum Einsatz, um die Menschenmenge auf dem Prachtboulevard Champs-Élysées zu zerstreuen. "In einer solchen Situation bleiben nur diejenigen, die gekommen sind, um zu randalieren", sagte eine Quelle der Polizei gegenüber der französischen Tageszeitung Le Parisien. Auf Fotos und Videos, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurden, ist zu sehen, wie große Gruppen von Polizeibeamten in Schutzausrüstung Fans über die Champs-Élysées verfolgen.
In einigen Videos sind Fans zu sehen, die die Beamten mit Feuerwerkskörpern bewerfen, auf den meisten Videoaufnahmen ist allerdings nur zu sehen, wie die Menge davonläuft.
Ein Video etwa zeigt einen Mann, der von Polizisten umringt am Boden liegt.
🆘 🇫🇷 🚨En Direct des Champs Elysées à Paris, après la défait des bleus la police a brutalement dispersé les fans et touristes qui les rejoignaient @BFMTV pic.twitter.com/OT12hkP25z
— ⭐Dream team connection ⭐ (@SasaTrump) December 18, 2022
Laut Le Parisien gingen die Beamten auf eine kleine Menschenmenge los, die Flaschen und Feuerwerkskörpern warf, und konnten die Randalierer schnell auseinander treiben.
La BRAV dans ses œuvres. Visiblement, personne n’a le droit de rester sur les #ChampsElysées, tout le monde doit quitter les lieux et en courant, sous peine de prendre un coup de bouclier. #WorldCupFinal #ArgentinaVsFrance #FRAARG #WorldCup #Paris #ARGFRA #FIFAWorldCupFinal pic.twitter.com/t7bSJDEJQI
— Thibault Penet (@_Thibault_penet) December 18, 2022
Les forces de l’ordre chargent de tous les côtés sur l’avenue des Champs-Elysées devenue piétonne exceptionnellement. #ArgentinaVsFrance #coupedumonde2022 pic.twitter.com/G1iITSNazA
— AB7 Média (@Ab7Media) December 18, 2022
Eine Stunde nach dem Spiel nahm die Polizei zehn Personen wegen des Besitzes von Feuerwerkskörpern fest, berichtete Le Parisien. Es gab keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden, obwohl einige Menschen in den sozialen Medien über Unruhen in Paris nach dem Spiel berichteten.
Il faudra nous expliquer ces charges @prefpolice #ARGFRA #ArgentinaFrancia #FIFAWorldCupFinal #ChampsElysees pic.twitter.com/5Wre4enfMZ
— AB7 Média (@Ab7Media) December 18, 2022
Französischen Medien zufolge hatte die Polizei in Erwartung möglicher Unruhen allein in Paris mehr als 2.700 Beamte bereits im Vorfeld des Endspiels eingesetzt. Landesweit waren den offiziellen Angaben zufolge rund 14.000 Polizisten und Gendarmen mobil gemacht worden. Die Pariser Prachtmeile Champs-Élysées war für das Finalspiel für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt worden.
Bereits nach dem Halbfinal-Erfolg Frankreichs gegen Marokko war es am Mittwoch in Paris und anderen Städten im Land zu Ausschreitungen gekommen. Im südfranzösischen Montpellier war ein 14-Jähriger von einem Auto erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Er starb später im Krankenhaus. Landesweit hatte die französische Polizei nach eigenen Angaben mehr als 260 Personen in Gewahrsam genommen. 167 Festnahmen wären allein in Paris erfolgt."
Quelle: RT DE