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Holetschek: "Pharmastandort Bayern ist in Gefahr" CSU-Landtagsfraktion kritisiert US-Zölle

Freigeschaltet am 04.04.2025 um 08:53 durch Sanjo Babić
Klaus Holetschek bei der Fastnachtl (2023)
Klaus Holetschek bei der Fastnachtl (2023)

Foto: Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
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Die bayerische Medizintechnik und Pharmaindustrie sind bundesweit beim wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritt führend. Der Standort Bayern mit seinen herausragenden Spitzenuniversitäten und Forschungseinrichtungen ist dabei von entscheidender Bedeutung. Ob beim Kampf gegen verschiedenste Krankheiten oder auch für neue Therapieformen: Bayern ist Spitzenreiter. Die industrielle Gesundheitswirtschaft ist mit über 12 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und über 170.000 Erwerbstätigen eine der wichtigsten bayerischen Branchen.

Zur aktuellen Zollpolitik der US-Regierung stellt der Vorsitzende der CSU-Fraktion Klaus Holetschek klar:

"Der Alleingang der US-Regierung bei den Zöllen trifft Deutschland und Bayern hart, auch wenn es derzeitig so aussieht, dass die Arzneimittel davon ausgenommen sind. Dafür sind die Zölle für Medizintechnik und Diagnostik einschneidend - das ist vor allem für die Medizinstandorte Penzberg und Erlangen bitter. Wir müssen jetzt mit klugen politischen Entscheidungen und einer klaren Linie gegensteuern, damit der Pharmastandort Bayern nicht in Gefahr gerät. Denn: Diese Branche hat eine herausragende Bedeutung für den Freistaat Bayern.

Weitere Folgen können unsere Pharmaindustrie auch erst zu einem späteren Zeitpunkt treffen: Wenn die Produktion verlagert wird, hat dies negative Auswirkungen auf Lieferketten und Unabhängigkeit. Wir müssen jetzt handeln, das erwarte ich vor allem von der Europäischen Union. Es geht darum, gegenüber den USA verhandlungsbereit zu sein, aber gleichzeitig klare Linien aufzuzeigen und uns nicht einschüchtern zu lassen. Wir müssen die Produktionen und Wertschöpfung im Land halten und gleichzeitig das Momentum nutzen, um bei Forschung und Wettbewerb weiter zuzulegen. Das habe ich auch in der AG Gesundheit bei den Koalitionsverhandlungen klar eingebracht: Die Gesundheitsbranche ist eine Leitökonomie, wir müssen hier unsere Standorte im internationalen Wettbewerb stärken. Bedeutet: Weniger Bürokratie und mehr Deregulierung.

Die US-Zollpolitik ist rückwärtsgewandt und sorgt für massive Verunsicherung und Misstrauen bei den Medizinfachkräften in den Vereinigten Staaten. Wir müssen jetzt die Chance nutzen, in Amerika tätige Professoren und Spitzenkräfte zu uns nach Bayern zu holen. Den Wettbewerb um die klügsten Köpfe können wir in Bayern mit unseren hervorragenden Standortqualitäten gewinnen. Bayern hat zum Beispiel zwölf Standorte der Max-Planck-Gesellschaft im Freistaat, die sich noch weiter ausbauen lassen. Wir werden alles daransetzen, dass Bayern ein attraktiver Forschungsstandort bleibt."

Quelle: CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag (ots)

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